Kalibrierergebnisse

Da die Aufnahmen der einzelnen Messobjekte, welche später stereoskopisch ausgewertet werden sollen, mit drei unterschiedlichen Fokussiereinstellungen erzeugt wurden, ist es notwendig die Kamera dreimal, jeweils mit einer der drei Fokussierungen (Fokussierung 0.5 m und 2 m bzw. unendlich), zu kalibrieren. Im Fall der Kleinfundauswertung werden zwei Kameras vom Typ Fuji S2 Pro verwendet und müssen daher auf die gleiche Fokussierung (0.5 m) kalibriert werden.

In folgender Tabelle werden alle in den Kalibrierungen ermittelten Parameter der inneren Orientierung, der jeweiligen Kamera, aufgelistet.

Tabelle 1


Archäologische Funde und Architekturfragmente

Orientierungen:

Bei der Ergebnisbetrachtung der Stereoauswertung werden die im einzelnen durchgeführten Arbeitschritte, bis hin zum Endergebnis, dem texturierten Oberflächenmodell, separat betrachtet und aufgeführt. Die Tabelle 2 drückt die einzelnen Genauigkeiten der relativen und absoluten Orientierungen, sowie die der Mehrbildorientierung aus. Im Fall der einzelnen Kapitelle unterscheiden sich die relativen und absoluten Orientierungen in den mittleren Standardabweichungen (RMS) der Modell- bzw. Objektkoordinaten nur geringfügig. Am geringsten fällt die mittlere Standardabweichung der Modell- bzw. Objektkoordinaten (SP) des Kapitells 3 aus. Was darauf zurückzuführen ist, das der Aufnahmeabstand zu diesem Kapitell am geringsten ist und somit die Bildmessgenauigkeit erhöht wird. Bessere Schnittbedingungen als bei den anderen Kapitellen liegen nur im gewissen Maße vor, da im zuge der Aufnahmeabstandverkürzung auch die Stereobasis verkleinert wurde. Aus den mittleren Punktverbesserungen in den einzelnen Koordinatenrichtungen (mx, my, mz) lässt sich erkennen, dass die Verbesserungen in Y Richtung (Tiefe) bis zu zehnmal größer sind als die der beiden andern Richtungen (X, Z). Was sich aus der Tatsache erklären lässt, dass im Normalfall der Stereophotogrammetrie, um die Parallelität und den dreidimensionalen Stereoeindruck (Bsp. Anaglyphenverfahren) zu wahren, Abstriche bei der Schnittgeometrie am zu bestimmenden Punkt, gemacht werden. Das heißt es werden keine größeren Aufnahmebasen und verschwenkte Bilder genutzt um die Schnittgeometrie zu verbessern. Ein optimaler Schnittwinkel zwischen den beiden Aufnahmestrahlen würde bei 90° liegen. Einen Eindruck der insgesamt erzielten Genauigkeit des Rollei Mehrbildverbandes geben die mittlere Standardabweichungen der Objektkoordinaten (SP in X, Y, Z Richtung) die im Falle dieser Orientierung zwischen 0,8 und 2,4 mm liegen.

Tabelle 2


Oberflächenmodelle und Schnittprofile:

Aus den orientierten Bildern wurden Punktewolken abgeleitet, aus dennen letztendlich die in der Tabelle 3 aufgelisteten Ergebnisse erzeugt worden.

Tabelle 3


Beispiel eines Ergebnisses (Kapitell 1):

Digitales Bild 3D-Modell 3D-Modell (Detail)


Animation (.flv) - Krater und Kapitell 1 (16 MB)


Archäologische Kleinfunde

Ergebnisse verdeutlicht an einer Keramikscherbe:

Punktewolke
   
Profile -Seitenansicht
   
Profile - Perspektivische Ansicht
 
 
3D - Modell (auswertungsrelevanter Bereiche)

Weitere Scherben - auch in 3D